immer noch Strom ohne Rechnung

Meine Ende November 2015 begonnene Odyssee geht weiter. Mir kann immer noch kein Stromzähler zugeordnet werden und ich zahle seit fast einem dreiviertel Jahr nicht für den von mir bezogenen Strom.

Was bisher geschah, kann hier (April 2016) und hier (Mai 2016) nachgelesen werden.

Viel ist seitdem nicht passiert. Auf meine Mails wurde ich immer vertröstet und es wurde mir gesagt, dass der Vorgang in Klärung ist. Vor ein paar Tagen kam dann mal ein Schreiben und ich wurde gebeten, den Namen des Vormieters mitzuteilen (was ich schon mehrfach gemacht habe).

Ansonsten hat sich lediglich mal wieder das Erscheinungsbild des Online-Services geändert:

Screenshot meines Vertragskontos im August

Screenshot meines Vertragskontos im August

Weiterhin kein Stromvertrag für mich

Wie ich letzten Monat schon berichtet habe, darf ich seit meinem Umzug vor einem halben Jahr meinen Strom nicht bezahlen, weil mir kein Stromzähler zugewiesen werden kann.

 

Unverändert – kein Vertrag

Seitdem habe ich noch einmal bei Vattenfall angerufen, zwei Mails geschrieben und war einmal persönlich im Kundencenter. Viel verändert hat sich seitdem nichts, lediglich die Schriftart im Onlineportal ist eine andere geworden:

Vertragskonto

Screenshot meines Vertragskontos – seit dem letzten Monat hat sich lediglich die Schriftart geändert…

 

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Kein Stromzähler für mich

Wechsel des Stromanbieters

Der Wechsel eines Stromanbieters oder das Ummelden bei einem Umzug ist normalerweise ein einfacher Standardvorgang. Man gibt seinem Stromversorger Bescheid und dieser veranlasst alles weitere. Da die Stromzähler vom sogenannten Messstellenbetreiber betrieben werden, muss der Energieversorger diesem seinen neuen Kunden melden. Der Messstellenbetreiber gibt dann den Stromzähler für die Abrechnung frei (und kündigt, falls notwendig, den Vertrag beim alten Energieversorger).

 

Oder auch nicht…

Viele Stromzähler

Einer dieser Stromzähler ist „meiner“. Ich bin mir sicher, welcher es ist. Anmelden ist trotzdem nicht möglich.

Dass es Probleme beim Ummelden von Telefonanschlüssen gibt, hört man ja öfters. Dass aber ähnliche Geschichten auch bei der Stromversorgung auftreten können, ist mir bisher noch nicht untergekommen. Bei mir wird aber offensichtlich der Stromzähler vom Messstellenbetreiber nicht freigegeben.

Auf meine letzte Anfrage vom 05. April 2016 habe ich diese Antwort bekommen:

[…]

Unsere in Ihrem Auftrag erfolgte Netzanmeldung wurde vom zuständigen Netzbetreiber wiederholt abgelehnt. Unter diesen Umständen können wir Ihren Auftrag zur Belieferung mit Strom durch Vattenfall leider nicht bestätigen.

 

Der Zähler wird momentan noch durch einen anderen Lieferanten beliefert. Eventuell hat Ihr Vormieter versäumt, seinen Liefervertrag zu kündigen.

 

Wir sind mit dem anderen Lieferanten in Klärung, dass wir Sie als neuen Nutzer des Zählers 8XXXX3 anmelden können.

 

Wir bitten Sie nochmal um Verständnis und etwas Geduld, da wir erst eine Bestätigung des Lieferanten abwarten müssen.

 

Prinzipiell kann sowas natürlich passieren. Man vergisst die Abmeldung, irgendwo gibt es einen Zahlendreher oder die Aufzeichnungen sind nicht ganz korrekt. Das Schlimme in meinem Fall ist aber, dass ich Ende November/Anfang Dezember 2015 umgezogen bin und der Zustand seitdem unverändert ist und immer noch keine Lösung in Sicht ist.

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Einfluss des Stromausfalls in der Türkei auf das Stromnetz? [Update]

Gestern gab es einen großen Stromausfall in der Türkei. Ab 10:36 Uhr Ortszeit (9:36 Uhr nach unserer Zeit) fiel der Strom für 8 Stunden aus. Die Türkei ist zwar kein Mitglied der ENTSO-E, aber das türkische Netz läuft im Testbetrieb synchron zum Europäischen Verbundnetz.

In der Netzfrequenz sind deutliche Einflüsse eines Ereignisses um 9:36 Uhr (MESZ) zu erkennen:

Netzfrequenz zum Zeitpunkt des Stromausfalls in der Türkei

Netzfrequenz zum Zeitpunkt des Stromausfalls in der Türkei

Der zeitliche Zusammenhang deutet darauf hin, dass der Stromausfall in der Türkei die Frequenz des europäische Verbundnetzes beeinflusst hat.

Es ist möglich, dass die gestrige Auffälligkeit in der Netzfrequenz etwas mit dem Ende des Stromausfalls zu tun hat und zu dem Zeitpunkt das Netz der Türkei wieder mit dem restlichen Verbundnetz synchronisiert wurde.

[Update]: Obwohl der Zeitpunkt dieser Frequenzschwankung sehr gut mit dem Zeitpunkt des Stromausfalls in der Türkei zusammenhängt, muss nicht unbedingt ein Zusammenhang bestehen. Gegen diesen Zusammenhang spricht, dass es bereits am Vortag eine ähnliche Schwingung im Netz gab:

Schwingung der Netzfrequenz am 30. März 2015

Schwingung der Netzfrequenz am 30. März 2015

 

Earth Hour am 28. März 2015

Am 28. März 2015 findet wieder die jährliche Earth Hour statt. Ab 20:30 Uhr werden überall auf der Welt für eine Stunde die Lichter ausgeschaltet, um damit ein Zeichen für den Klimaschutz zu setzen.

Auswirkungen auf die Stabilität des Stromnetzes?

Da Stromerzeugung und Verbrauch immer im Gleichgewicht sein müssen – ein Ungleichgewicht würde sich unter anderem an der Netzfrequenz ablesen lassen -, würde das massenhafte Abschalten von Verbrauchern bedeuten, dass plötzlich ein Erzeugungsüberschuss auftritt und die Netzfrequenz steigt. Die letzten Jahre haben aber gezeigt, dass es keine Auswirkungen auf die Netzfrequenz gab.

Durch das Abschalten der Beleuchtung für eine Stunde wird auch nicht wirklich Energie eingespart, es ist aber eine schöne Aktion, um auf den Klimaschutz hinzuweisen und die Notwendigkeit für verantwortungsbewussten Energieverbrauch wieder in die Köpfe zu bringen.

Download Netzfrequenz Weihnachten 2014

Netzfrequenz Weihnachten 2014

Netzfrequenz Weihnachten 2014

Wie versprochen hier der Download der Daten zur Netzfrequenz von den Weihnachtsfeiertagen:

CSV-Datei Netzfrequenzdaten Weihnachten 2014

Die Daten sind unbearbeitete Rohdaten meines Zweitmessgerätes. Das Messgerät gibt etwas zu häufig Werte aus, deswegen sind einige doppelt und die Datei hat etwas über 5.000 Werte zu viel. Die Zeitstempel stimmen aber, so kann dann jeder selber die überschüssigen Werte herausfiltern.

Da ich unterwegs bin, kann ich die Daten jetzt nicht besser aufarbeiten. Leider wird aus dem Grund auch die Auswertung und Analyse noch etwas auf sich warten lassen.

Frohe Weihnachten!

Ich wünsche allen frohe Weihnachten!

Heiligabend und am 1. Weihnachtstag gab es keine größeren Auffälligkeiten in der Netzfrequenz zu beobachten. Zumindest auf den ersten Blick gab es zwar ein paar Ausschläge, aber Schwankungen in der Netzfrequenz sind normal und kommen dauernd vor.

Am 24.12.2014 fallen lediglich die Aussreisser um 7:00 Uhr und um 16:00 Uhr in’s Auge:

Netzfrequenz am 24. Dezember 2014

Netzfrequenz am 24. Dezember 2014

Am 1. Weihnachtstag gibt es auch keine größeren Auffälligkeiten (Zwischen 10:00-11:00 Uhr fehlen hier ein paar Daten). Man könnte in die Kurve hineininterpretieren, dass die Last morgens geringer als erwartet war, Kraftwerke abgeschaltet wurden und dann zwischendurch doch etwas mehr verbraucht wurde, als der Tag am Anfang vermuten liess:

Netzfrequenz am 25. Dezember 2014

Netzfrequenz am 25. Dezember 2014

So viel erstmal nur auf die Schnelle zu den Daten. Ich werde sie mir die nächsten Tag noch einmal genauer ansehen und dann auch zum Download bereitstellen.

Weihnachten und die Netzfrequenz

Wie schon in den letzten Jahren, werden sicherlich auch zu diesem Weihnachten wieder starke Schwankungen in der Netzfrequenz zu beobachten sein. Die Netzfrequenz ist ein Indikator, wie gut Erzeugung und Last aufeinander abgestimmt stimmt. Wird mehr Strom erzeugt als verbraucht, so steigt die Frequenz. Ist die Stromabnahme größer als die Produktion, dann sinkt sie. Die Industrie sagt schon vorher vorraus, wie viel Strom sie verbraucht. Da ein Abweichen von dieser Vorhersage aber mit hohen Kosten verbunden sein kann, hält die Industrie ihren Fahrplan relativ gut ein. Der Verbrauch der „normalen“ Haushalte kann gut prognostiziert werden, da es sich von Tag zu Tag ähnelt (siehe auch Standardlastprofile bei Wikipedia).

Die Weihnachtszeit ist für die Energieversorger nicht ganz so einfach. Zum einen arbeitet kaum jemand – der Verbrauch der Industrie ist also geringer als an anderen Tagen – und zum anderen ist auch das Verhalten der Bevölkerung ein völlig anderes. Deswegen sind Prognosen schwieriger, da es nicht viele vergleichbare Tage gibt.

2012 ist die Netzfrequenz in den Abendstunden fast bis auf 50,15Hz gestiegen, das ist so mit der höchste Wert, den ich seit Beginn der Messung aufgezeichnet habe. Hier scheinen alle bei Kerzenschein gesungen zu haben und es wurde kaum Strom verbraucht. 😉
2013 waren die Schwankungen in der Netzfrequenz auch relativ stark, wobei sie sich hier eher im normalen Bereich bewegt hat.

Ich wünsche allen Lesern ein besinnliches Fest!

Falls sich doch lieber jemand mit der Netzfrequenz als mit der Familie beschäftigen möchte, empfehle ich für die Beobachtung der Netzfrequenz den Verlauf über 1 Stunde. 😉

Nachtrag: Auch Thorsten Zoerner vom blog.stromhaltig.de beschäftigt sich mit der sogenannten Gänsebratenspitze zu Weihnachten.

Nachtrag 2: Herbert Saurugg hat mich darauf hingewiesen, dass über die Weihnachtsfeiertage eine hohe Windeinspeisung erwartet wird und auch einen Beitrag über die Situation zu Weihnachten geschrieben.
Dazu habe ich gerade einmal die Daten aus dem letzten Jahr angeguckt. Die Prognosen der Energieversorger lagen ganz ordentlich über dem dann tatsächlichen Verbrauch. Allerdings gab es auch im Vorjahr zu Weihnachten eine ganz ordentliche Menge an Windenergie. Die Situation wird für die Planer der Versorgungsunternehmen also nicht völlig neu sein. Trotzdem bleibt es spannend, in meinen Augen sogar spannender als die bevorstehende Sonnenfinsternis.

Ich werde nach den Feiertagen wieder die Netzfrequenzen zum Download anbieten, damit jeder in Ruhe mit seiner Familie Weihnachten feiern und sich hinterher die Netzfrequenzen angucken kann. 😉

Studie zum Einfluss der Sonnenfinsternis

Die HTW Berlin hat in einer sehr schönen und auch anschaulichen Studie den Einfluss der Sonnenfinsternis im März 2015 auf die Solarstromerzeugung in Deutschland untersucht. Unter pvspeicher.htw-berlin.de/sonnenfinsternis/ stehen die Studie und ein kurzes Video zur Verfügung.

Auch hier unter Netzfrequenz.info hatte ich mich schon kurz mit der Sonnenfinsternis beschäftigt. Die Studie ist natürlich wesentlich ausführlicher und berücksichtigt auch die Standortverteilung, verschiedene Bewölkungsszenarien und weitere Einflüsse. Aber auch hier wird Entwarnung gegeben. Da die Sonnenfinsternis lange im Vorraus bekannt ist, können die Auswirkungen gut geplant werden und aus technischer Sicht gibt es keinen Grund für eine Blackout-Gefahr.

Update des Servers

Kurzmitteilung

Es steht ein Update des Servers an. Ein genauer Termin für die Umstellung steht noch nicht fest. Es kann aber in den nächsten Tagen zu einer eingeschränkten Erreichbarkeit kommen.

Wer das hier lesen kann, befindet sich auf dem neuen Server. 😉